Pasta selber machen – glutenfrei

Frische Pasta schnell und einfach mit voll-automatischem Pastamaker (Philips):

Nudeln selber machen klingt eher mühsam und nach viel Aufwand. Ernährungssensible Personen, die auf die Wahl der Zutaten genau achten müssen, bzw. die Zutatenlisten aller Fertigprodukte genauestens studieren müssen, bevor das Produkt in den Einkaufswagen wandert, können die Pastaproduktion von jetzt an aber ganz einfach selber in die Hand nehmen.

Das bedeutet nicht nur eine genaue Kontrolle über all die Zutaten, die man zum Kochen verwenden möchte und darf, sondern auch einen finanziellen Nutzen, wenn man davon absieht, dass die Nutzung eines eigenen Pastamakers natürlich mit nicht unerheblichen Anschaffungskosten verbunden ist. Besonders bemerkbar ist das bei glutenfreien Nudeln. Diese kosten als Fertigprodukt pro 1000g um die 8 Euro. Im Vergleich dazu sind die Wareneinsatzkosten für 1 kg glutenfreie, frische Pasta nicht einmal halb so hoch: mit 3,50 Euro hat man köstliche, selbstgemachte, frische und individuell verträgliche Pasta gezaubert.

Und mit einfach, meine ich das definitiv auch, denn noch einfacher und schneller geht es nicht. Ich selbst konnte nicht glauben, dass die Nudeln tatsächlich eher fertig sind, als das Nudelwasser kocht…

Von meiner Nachbarin hörte ich von diesem „Wundermaschinchen“, dem Pastamaker von Philips und wollte mich selber davon überzeugen. Nach einigen Bemühungen wurde mir dann ein Pilipps-Pastamaker zur Verfügung gestellt, den ich nun testen darf.

Philips PastamakerPasta ist allerseits beliebt: Kinder, Jugendliche und Erwachsene lieben sie – sie ist definitiv nicht mehr von unserem Speiseplan wegzudenken. All Jene, die vor einigen Jahren noch dachten, sie könnten nie wieder Pasta essen, haben jetzt die Möglichkeit gefunden, selbst Pasta herzustellen, die fast genauso schmeckt und der Konsistenz der Weizennudeln sehr ähnlich kommt. Mit entsprechender Sauce bemerkt man wirklich kaum einen Unterschied.

Welches Rezept ist geeignet?

Prinzipiell liegt ein Rezepteheftchen bei, welches schon einige tolle und einfache Pastarezepte vorschlägt. Es gibt hauptsächlich Rezepte für Pasta mit Weizenmehl/Weizengrieß in unterschiedlichen Ausführungen: mit Spinat, roten Rüben, Kräutern und Karotten. Es ist auch ein glutenfreies Nudelrezept im Heftchen zu finden – allerdings mit „glutenfreiem Mehl“ gemacht. Welches Mehl genau damit gemeint ist, ist nicht näher beschrieben.

Um näher auf genau diese glutenfreie Pastavariante einzugehen, habe ich viel experimentiert und einige Rezepte dazu ausprobiert.

Zusammenfassend kann ich sagen: man hat unglaublich viele Pastamöglichkeiten mit dieser Maschine – und Pasta machen gelingt tatsächlich kinderleicht und ohne jeglichen Aufwand!

glutenfreie Pasta selbst gemachtVon links nach rechts: Buchweizenpasta, Komeko-Reispasta, Reispasta, Maispasta

Verwendung des Pastamakers (Avance Pastamaker HR2381/05):

Prinzipiell verfügt dieser Pastamaker über eine eingebaute Waage. Man öffnet den Deckel und füllt das Mehl in den Behälter. Dieses wird automatisch abgewogen. Anschließend erhält man mittels digitaler Anzeige eine Angabe der benötigten Flüssigkeit, die noch hinzugegeben werden muss (Wasser, Eier,…). Diese Wiegefunktion und die Berechnung der Flüssigkeitsmenge funktioniert sehr gut mit normalem Mehl bzw. Hartweizen. Bei den glutenfreien Nudelvarianten muss man die Flüssigkeitsmenge besser selber eruieren und abmessen bzw. sich an bestehende Rezeptangaben halten. Dann kann nichts schief gehen.

Ein weiterer Knopfdruck lässt das Ganze vermengen. Hier darf man sich nicht wundern: der sogenannt „fertige“ Pastateig ähnelt eher Streuseln, als einem Nudelteig, wie man ihn sich normalerweise so vorstellt. Diese Streuseln werden dann mittels Schneckentransporter mit Druck durch die Matritzen gepresst. Voraussetzung, dass es gelingt: man hat das richtige Mehl-Flüssigkeitsgemisch gefunden. Aus diesem Grunde sollte man sich genau an die Mengenangaben halten, sonst geht es schnell schief und man ist mit dem Ergebnis nicht zufrieden. Das wäre schade. Bei der Ausgabe erkennt man schnell, ob die Flüssigkeitsmenge ausreicht: zerfallen und bröseln die Nudeln: einfach wieder in den Teigbehälter geben, etwas Wasser zugeben, den Knetvorgang nochmals wiederholen und erneut probieren.

Ich habe mittlerweile herausgefunden, dass es sich günstig auf die Verarbeitung des Teiges auswirkt, wenn man den Nudelteig 15 – 30 Minuten nach dem Knetvorgang ruhen lässt (die Maschine einfach auf Pause stellen) und erst dann mit der Pastaausgabe starten. Diese Ruhephase ist aber nicht unbedingt notwendig und die Pasta gelingt genauso gut ohne eingelegter Ruhephase.

Als weiteren Tipp möchte ich noch hervorheben, dass es relativ schwierig ist, Pasta zu trocknen, ohne dass diese dann in Brösel zerfällt, sobald man sie in getrocknetem Zustand in ein geeignetes Vorratsgefäß verfrachten möchte. Dieses Problem gibt es gleichermaßen bei „normalen“ Weizennudeln, als auch bei glutenfreier Pasta. In meinen Versuchen habe ich ein wenig experimentiert und herausgefunden, dass die Zugabe von Xanthan genau diesen „Nudelzerfall“ verhindert und man auf diese Weise Pasta ganz gut aufbewahren kann. (Wenn Xanthan verwendet wird, sollte dieses zuerst gut mit dem Mehl vermengt und erst anschließend die Flüssigkeiten hinzugegeben werden.)

Trotzdem: frische Pasta schmeckt viel besser, als vorgetrocknete Pasta – daher ist absolut empfehlenswert, die Nudeln wirklich frisch zuzubereiten und auch so zu genießen. 

Glutenfreie Nudeln/Pasta mit dem Pastamaker:

Buchweizenpasta – Variante 1:

Zutaten und Zubereitung:

180g Buchweizenmehl
70g Kichererbsenmehl
Etwas Salz
140ml Wasser

Diese Pasta lässt sich sehr gut verarbeiten, sollte allerdings gleich verwendet und gekocht werden, da diese Pasta nach dem Trocknen sehr spröde wird und dann beim Anfassen zerbröselt. Wird sie allerdings frisch verwendet, gelingt das Rezept sehr gut.

Wer den intensiven Geschmack von Buchweizen gerne mag, wird mit dem Ergebnis zufrieden sein.

Buchweizenpasta – Variante 2:

Buchweizennudeln

Zutaten und Zubereitung:

100g Buchweizenmehl
80g Kichererbsenmehl
80g Klebereismehl
1 Teelöffel Xanthan
140ml Wasser

Dieser Teig lässt sich sehr gut verarbeiten und ist auch noch am nächsten Tag fest und stabil, zerbröselt nicht.

Diese Variante enthält weniger Buchweizenmehl, als Variante 1: die Pasta schmeckt nicht so intensiv nach Buchweizen und ist damit etwas neutraler, als Variante 1. Meine Kinder mochten diese Pasta sehr gerne, obwohl wir alle keine großen Buchweizenfans sind.
Das Ergebnis: bissfeste Pasta mit leicht nussigem Geschmack.

Reisnudeln aus KOMEKO Reismehl:

Pasta aus Komekomehl

Zutaten und Zubereitung:

200g Komeko „Knusperlust“
1,5 Esslöffel Olivenöl
2 ganze Eier
Etwas Salz

Diese Nudeln schmecken fast neutral – natürlich ein wenig nach Reis.

Diese Pasta sollte nicht mit dem feinsten Spaghettiaufsatz gemacht werden, da sie dann relativ schnell zerreißen. Werden sie getrocknet, bleiben sie fest und stabil.

Wer diese Reispasta gleich verwendet, soll sie nur ganz kurz kochen – in etwa 30 Sekunden bis 1 Minuten – sie sind ganz schnell al dente.

Reisnudeln ohne Fertigmehl:

Pasta aus Reismehl

Zutaten und Zubereitung:

100g Reismehl
100g Klebreismehl
2 ganze Eier
1,5 Esslöffel Olivenöl
1 Esslöffel Wasser

Ich habe damit die Rigatoni-Pasta gemacht. Nach dem Trocknen werden diese Nudeln recht spröde. Am Besten gleich frisch verwenden und nur kurz kochen – Diese Pasta schmeckt fast neutral.

Mais-Pasta:

Mais-Pasta

Zutaten und Zubereitung:

150g Polenta
150 g Klebereismehl
50g Maismehl
8g Xanthan
50ml Wasser

Das Rezept gelingt sehr gut und die Pasta schmeckt, fast wie normale Nudeln – sie wird schön
al dente.
Zu den Zutaten muss ich noch folgendes sagen: ich habe normalen Polenta verwendet (keinen Schnellkoch-Polenta, kein vorgekochtes Polenta). Meistens ist normaler Polenta/Maisgrieß relativ grob vermahlen. Bei dünnen Nudeln würden sich damit wahrscheinlich die Matzritzen verstopfen. Also habe ich den Maisgrieß in einer Gewürzmühle (es gelingt auch mit einem Multihacker) noch etwas feiner vermahlen. Damit war das Ergebnis perfekt!

Kichererbsen Pasta:

Kichererbsenpasta

Zutaten und Zubereitung:

220g Kichererbsenmehl
2 ganze Eier
Etwas Salz

Wie bei allen anderen Rezepten: die Zutaten in den Pastamaker-Behälter geben und die Maschine machen lassen:)

Linsenpasta:

Linsenpasta

Zutaten und Zubereitung:

300g Linsenmehl (siehe Bild unterhalb) – man kann aber auch z.B. rote Linsen selber fein vermahlen
4 Esslöffel Olivenöl
8g Xanthan (oder 2 Eier und kein Wasser)
100ml HEIßES Wasser
Salz

Die Pasta gelingt mit dem Pastamaker perfekt und hat eine tolle Konsistenz. Nachdem ich die Nudeln nicht mit roten Linsenmehl ausprobiert haben, kann ich nicht beurteilen, ob der relativ intensive Geschmack und Geruch auch auf die rote Linsenvariante zutreffen würde. Die Pasta hier auf dem Bild habe ich ohne Ei hergestellt.

Linsenmehl

Fazit:

Die Anschaffung eines Pastamakers lohnt sich meiner Meinung nach absolut: frische Pasta ist einfach unschlagbar in Geschmack und Konsistenz. Die Kontrolle über Zutaten und Zusammensetzung bei der Lebensmittelbeschaffung ist außerdem für viele, an Unverträglichkeiten leidende, besonders wichtig geworden. Mit dieser Maschine macht es verträgliches Kochen nun wirklich ganz einfach. All Jene, die behaupten, Pasta machen sei aufwändig, haben keine Argumente mehr.

Viel Spaß beim Ausprobieren meiner neuen Rezepte!

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Wir haben für Sie viele köstliche glutenfreie Rezepte ausgesucht, die Sie bei Zöliakie ohne Bedenken geniessen können.