Laktoseintoleranz im Alltag

asiatische Küche, wokpfanneLaut der Deutschen Zöliakie-Gesellschaft (DZG) leidet fast jeder 250. Bürger an einer Glutenunverträglichkeit und die Zahlen steigen jährlich an. Wer mit der Diagnose Zöliakie leben muss, der ist an eine lebenslange glutenfreie Diät gebunden, bei der man auf viele alltägliche Produkte wie Weizen, Roggen, Gerste und Dinkel verzichten muss. Doch das sogenannte Klebereiweiß versteckt sich auch in vielen Fertigprodukten, Gewürzmischungen und im Speiseeis, sodass Betroffene der Autoimmunkrankheit nicht unbedenklich im Supermarkt in die Theke greifen oder im Restaurant um die Ecke bestellen können. Ähnlich schwierig ist es für alle, die mit einer Laktoseintoleranz zu kämpfen haben. Fast 15 Prozent der Deutschen leiden unter der Unverträglichkeit von Milchzucker, der sich in sämtlichen Milchprodukten, Backerzeugnissen und anderen Produkten wiederfindet. Da die Zahl der Betroffenen jedoch kontinuierlich steigt, gibt es mittlerweile viele glutenfreie Produkte und laktosefreie Milcherzeugnisse wie Milch, Joghurt, Käse, Quark und Schokolade auf dem Markt. Auch in der Gastronomie beginnt der Umdenkprozess. Cafés und Bistros, die ausschließlich gluten- und laktosefreie Gerichte anbieten, eröffnen insbesondere in den Großstädten wie Berlin, Hamburg und München.

Asiatische Köstlichkeiten aus Fernost

Für laktoseintolerante Menschen ist die asiatische Küche ein wahres Paradies, denn selbst asiatische Gerichte wie das landestypische Curry werden mit Kokosmilch und nicht mit Sahne oder Milch zubereitet. Betroffene mit einer Laktoseunverträglichkeit haben in fernöstlichen Restaurants keine Schwierigkeiten, etwas Leckeres zu finden.

Für Menschen mit einer Glutenunverträglichkeit ist die Sache nicht ganz so einfach: prinzipiell enthält die asiatische Küche keine glutenhaltigen Produkte: Reis, Gemüse, Sojaprodukte, Fisch, Fleisch und Ei – alles Hauptbestandteile der östlichen Esskultur sind vollkommen glutenfrei.

Vor allem Soßen können das Klebereiweiß enthalten, da dieses zum Binden verwendet wird. Hier ist es wichtig, sich genau zu erkundigen, um keine unangenehmen Symptome zu provozieren.
Auch bei Sojasauce ist Vorsicht geboten: nicht alle Sojasaucen sind glutenfrei!

Asiatisch und laktosefrei zu Hause kochen

Auch zu Hause kann man leckere Gerichte aus dem asiatischen Raum kreieren. Wer dem chinesischen Lieferservice nicht traut, der weiß dann wenigstens, was im eigenen Wok landet. Hier haben wir ein tolles Rezept, für gebratene asiatische Nudeln mit Gemüse zusammengestellt, das sowohl gluten- als auch laktosefrei ist und jeden Fernost-Liebhaber begeistern wird:

Gebratene Nudeln mit Gemüse:

• 200 g Reisnudeln
• 300 g Hähnchenbrustfilet
• Eine rote oder gelbe Paprika
• Eine Tüte Sojasprossen
• Eine Packung Zuckerschoten
• Ein Glas Bambussprossen
• Ein daumengroßes Stück Ingwer
• Salz, Pfeffer, Chili, Sojasoße, Öl zum Anbraten

Als Erstes werden die Reisnudeln in kochendem Wasser nach Packungsanleitung al dente gekocht. Sie sollten nicht im Vorhinein schon zu weich gekocht werden, da die Nudeln beim Braten noch nachgaren. Zeitgleich kann das in Streifen geschnittene Hähnchenbrustfilet mit etwas Öl und dem Ingwer im Wok oder alternativ in einer Pfanne angebraten werden. Sobald das Fleisch etwas Farbe angenommen hat, können Paprika, Zuckerschoten und Bambussprossen hinzugefügt werden. Unter ständigem Rühren 2-3 Minuten anbraten. Die Nudeln können nach Ablauf der Kochzeit in ein Sieb abgegossen und im Anschluss zu dem Fleisch-Gemüse-Mix gegeben werden. Jetzt können auch die Sojasprossen in den Wok wandern. Das Ganze noch ca. 2 Minuten braten und anschließend mit Salz, Pfeffer, Chili und Sojasoße abschmecken.

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